Seitengang berichtet von der Buchmesse in Wien

BW15LogoSeitengang fährt in diesem Jahr endlich wieder zur Internationalen Buchmesse nach Wien. Vom 9. bis 15. November berichtet dieser Blog direkt aus Wien über Lesungen, Autoren und Verlage sowie über die begleitende Lesefestwoche. Seit Donnerstag ist das Programm bekannt – und das kündigt mehr als 450 Lesungen, Diskussionen und Performances an.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Messe wird der Verständigung zwischen den Kulturen gewidmet sein. Das erklärte Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, bei der Programmpräsentation. „Bücher spielen eine tragende Rolle, um die brisanten Themen der Zeitgeschichte sachlich fundiert diskutieren zu können“, sagte er. „Es ist uns in so bewegten Zeiten ein
großes Anliegen, beim größten Buchfestival Österreichs darauf hinzuweisen, wie wichtig Bücher und Bildung für Integration sind. Ich wünsche mir, dass sich heuer noch mehr Menschen als bisher von dieser Wirkung, die neue wie alte Bücher haben, faszinieren und gewinnen lassen.“

Programmdirektor Günter Kaindlstorfer sieht einen weiteren Schwerpunkt der „Buch Wien 15“ im Bereich des politischen Sachbuchs: „Von Colin Crouch und Tomáš Sedláček bis hin zu Orlando Figes, Ahmad Mansour und Jörg Baberowski – wir holen eine Reihe internationaler Stars nach Wien, um über die brennenden Fragen der Zeit zu diskutieren.“ Der tschechische Ökonom Tomáš Sedláček wird auch die Ehre haben, am 9. November die Lesefestwoche zu eröffnen. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz (ORF) wird er Einblicke in sein neues, mit dem Wirtschaftsjournalisten Oliver Tanzer verfasstes Werk „Lillith und die Dämonen des Kapitals“ geben.

Adolf Muschg über die Zukunft des Lesens

Die offizielle Eröffnungsrede der Buchmesse aber wird der Schweizer Adolf Muschg halten. In seinem Vortrag soll es vor allem um die Zukunft des Lesens gehen. Schon 2013 hatte Sibylle Lewitscharoff in ihrer Eröffnungsrede über die Zukunft des Lesens gesprochen und die Gelegenheit genutzt, das Online-Versandhaus Amazon abzuwatschen. Adolf Muschg aber kommt auch deshalb nach Wien, um seinen neuen Roman „Die japanische Tasche“ vorzustellen.

Zur Buchmesse gibt es mittlerweile am Mittwochabend ein wahres Bücherfest – die sogenannte „Lange Nacht der Bücher“. Diesmal werden die schottische Krimi-Autorin Val McDermid, die Musikerin Judith Holofernes („Wir sind Helden“), der Mathematiker Rudolf Taschner, der Schriftsteller Karl-Markus Gauß und der Kabarettkünstler Dirk Stermann ihre Neuerscheinungen vorstellen. Gleichzeitig treffen sich bei der Poetry-Slam-Nacht sechs Poetry-SlammerInnen aus dem deutschen Sprachraum zum wortgewandten Wettstreit um die Gunst des Publikums. Vorgetragen werden die Texte auf Deutsch, eine Runde aber wird in der jeweiligen Mundart bestritten. Allein das Publikum entscheidet über Gefallen oder Nicht-Gefallen. Antreten werden: Daniel Batliner (Liechtenstein), Raoul Biltgen (Luxemburg), Milana Dürnholz (Belgien), Lisa Eckhart (Österreich), Fee (Deutschland) und Kilian Ziegler (Schweiz). Moderiert wird die Nacht von den österreichischen Poetry-Slam-Ikonen Mieze Medusa und Markus Köhle.

Wie immer holt die Buchmesse in Wien internationale Autoren in die Stadt: Aus Ägypten wird Alaa al-Aswani zu Gast sein. Sein Roman „Der Automobilclub von Kairo“ erzählt von Dekadenz und Extravaganz in einem Automobilclub in den 40er Jahren, bis die Dienerschaft den Aufstand probt. Der französische Schriftsteller Jean-Philippe Blondel kommt auf Einladung des Institut Français Wien mit seinem neuen Roman „Zweiundzwanzig“. Lizzie Doron diskutiert über „Who the Fuck is Kafka?“, in dem eine palästinensisch-israelische Freundschaft im Zentrum steht. Jung Young Moon, einer der meistbeachteten Autoren Südkoreas, stellt seinen Roman „Vaseline Buddha“ vor.

Rafik Schami und Ilija Trojanow

Dicht ist das Feld auch mit bekannten Namen aus dem deutschsprachigen Raum: Feridun Zaimoglu präsentiert seinen für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominierten Roman „Siebentürmeviertel“. Rafik Schami macht mit seiner Lesetour zu „Sophia oder das Ende der Geschichte“ Halt in Wien, Ilija Trojanow spricht über seinen Roman „Macht und Widerstand“. Der ehemalige Hanser-Verleger und Autor Michael Krüger liest aus seinem Erzählband „Der Gott hinter dem Fenster“.

Und auch die österreichische Literaturszene ist mit interesanten Autorinnen und Autoren vertreten: Martin Amanshauser, Valerie Fritsch, Olga Flor, Arno Geiger, Monika Helfer, Vea Kaiser, Thomas Sautner oder Robert Schindel sind da zu nennen.

Zu den Neuerungen in diesem Jahr gehört, dass erstmals antiquarische Bücher eine starke Präsenz haben werden. Spezielle Führungen geben Einblick in die Welt schöner und seltener Bücher. Eine Buchrestauratorin zeigt nicht nur Buchbindetechniken, sondern informiert auch darüber, wie man alte Bücher in einem guten Zustand erhält. Während der gesamten Buchmesse besteht die Gelegenheit, alte Bücher vor Ort von den Experten aus dem Antiquariatsbuchhandel schätzen zu lassen.

Lesen Sie hier die Seitengang-Berichte von der Buchmesse Wien 2013!

Hotlist 2015: Es ist auch Ihre Wahl!

Hotlist 201530 Bücher stehen derzeit für die Hotlist 2015 zur Wahl, zehn sollen am Ende übrig bleiben – die besten zehn der unabhängigen Verlage im Jahr 2015. Sie als Leser haben es mit in der Hand, welches Buch auf der Hotlist landet, denn drei der begehrten zehn Plätze werden von den Lesern im Internet gewählt. Nutzen Sie also Ihre Chance und verhelfen Sie Ihrem Favoriten mit Ihrer Stimme auf die Hotlist!

Die Idee der Hotlist ist im Jahr 2009 entstanden. Nachdem der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Liste für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben hatte, taten sich 20 deutschsprachige Independent-Verlage zusammen und stellten in eigener Initiative eine Liste von 20 Büchern auf.

In einem Interview mit der Online-Ausgabe des Börsenblatts erklärte die Verlegerin Anya Schutzbach, die Hotlist sei “kein Spiegelbild der Longlist, kein böser Angriff, sondern nur ein zusätzlicher Blick in die Vielfalt des Literaturlebens”. Izwischen gehört die Hotlist zu den etablierten Literaturpreisen.

Auch in diesem Jahr waren die deutschsprachigen Verlage aufgerufen, ihr jeweils bestes Buch aus dem aktuellen Programm einzusenden. Aus 171 Einsendungen hat ein Kuratorium eine Vorauswahl von 30 Büchern getroffen, die nun zur Wahl stehen. Jene drei Bücher mit den meisten Stimmen bei der Internetwahl kommen sofort auf die Liste der zehn besten Bücher des Jahres. Die sieben weiteren Plätze bestimmt eine Jury, die anschließend auch den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis vergibt.

Die Internetabstimmung ist noch bis zum 20. August 2015 möglich. Am 16. Oktober 2015 werden im Frankfurter Literaturhaus die Preisträger verkündet – die besten zehn Bücher der unabhängigen Verlage im Jahr 2015.

Und hier geht’s zur Wahlurne!

Geistreicher Genuss

Die Würde ist antastbarDer Strafverteidiger und Schriftsteller Ferdinand von Schirach hat 13 seiner im Spiegel erschienenen Essays zu einem neuen Werk zusammengefasst. Allein aufgrund der deutlichen Ausführungen zu Recht und Menschenwürde gehört die Sammlung mit dem Titel „Die Würde ist antastbar“ in vieler Leute Hände.

Von Schirachs Erzählbände „Verbrechen“ und „Schuld“ sowie seine beiden bisher veröffentlichten Romane „Der Fall Collini“ und „Tabu“ umkreisen stets dieselben Themen: Schuld, Sühne, Verbrechen, Strafe und Moral. Als ehemaliger Strafverteidiger hat er das zum Sujet seiner Bücher gemacht, was sein tägliches Brot war, bevor er sich für den Hauptberuf des Schriftstellers entschied. Auch in seinem Essayband „Die Würde ist antastbar“ bleibt er seinen Themen treu.

Und so beginnt er seinen Band wie das Grundgesetz mit der Würde des Menschen. Was das eigentlich sei, diese Würde. Die Antwort gibt er selbst und verweist auf Kant und Schopenhauer und darauf, dass es laut Verfassung genüge, ein Mensch zu sein, um Würde zu besitzen. „Wenn nun über einen Menschen bestimmt wird, ohne dass er darauf Einfluss nehmen kann, wenn also über seinen Kopf hinweg entschieden wird, wird er zum Objekt. Und damit ist klar: Der Staat kann ein Leben niemals gegen ein anderes Leben aufwiegen. Keiner kann wertvoller sein als ein anderer.“ Dieser Grundsatz jedoch werde immer mehr in Frage gestellt, erklärt von Schirach. Als Beispiele nennt er Barack Obamas Befehl, Osama bin Laden zu töten, oder dessen Ankündigung, Guantanamo zu schließen. Vier Jahre danach aber habe sich daran nichts geändert: Noch immer würden dort Menschen gefangen gehalten und gequält.

Die Würde wird mit Füßen getreten

Auch für Deutschland benennt er Fälle, in denen die Würde des Menschen auf der Strecke bleibt: Im Fall des Kindermörders Magnus Gäfgen entschied der stellvertretende Polizeipräsident Frankfurts, Wolfgang Daschner, Gäfgen sollte Folter angedroht werden, damit er den Aufenthaltsort seines Opfers preisgibt. Daschner ging damals davon aus, dass der 11-jährige Junge noch lebte. Das zog eine Grundsatzdiskussion nach sich, ob unter bestimmten Umständen die Androhung von Folter verhältnismäßig sei. Von Schirach macht unmissverständlich klar, dass hier und in weiteren Fällen nicht mehr nur die Würde nicht angetastet, sondern sogar mit Füßen getreten werde. Denn auch die „Fürchterlichsten“, wie er Gäfgen in einem weiteren Essay nennt, besitzen Würde. Das wird tatsächlich allzu gern vergessen.

Absolut lesenswert ist der Essay mit der Überschrift „Du bist, wer du bist“, in dem sich von Schirach mit seinem Großvater beschäftigt. Baldur von Schirach war einer der obersten Nationalsozialisten und verantwortlich für die Deportation der Wiener Juden in die Vernichtungslager. In den Nürnberger Prozessen wurde er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er starb 1974 in Kröv an der Mosel. Weil Ferdinand von Schirach vor allem von Journalisten immer wieder mit Fragen nach seinem Großvater gelöchert wird, will er mit diesem Essay ein für alle Mal deutlich machen, warum er darauf stets keine Antworten hat. Dem Text ist deutlich anzumerken, wie fremd dem Enkel dieser Mann war, der doch sein Großvater sein sollte. „Mein Großvater war ein alter Mann mit einer Augenklappe, den ich nicht kannte“, schreibt von Schirach. Und: „Ich habe nie begriffen, warum mein Großvater der wurde, der er war.“ Gesprochen aber haben die beiden nie über das Thema. Und so ist Ferdinand von Schirach auch heute noch ratlos, absolut ratlos. Aber was von Schirach über die Schuld seines Großvaters schreibt, ist eindringlich und eine deutliche Antwort auf viele Fragen.

Es finden sich in diesem Sammelband jedoch auch Essays, die seltsam anmuten. An erster Stelle sei da jener Text mit dem Titel „Die Kunst des Weglassens“ erwähnt. Darin erklärt von Schirach seinen Lesern, warum das iPad die Zukunft des Lesens sei. Leider liest sich der Text wie eine Werbebroschüre von Apple, nicht aber wie ein fundierter Essay über die Zukunft des Lesens. Die Kunst des Weglassens hätte von Schirach hier lieber selbst beherzigen und diesen Text weglassen sollen.

Jammern auf hohem Niveau

Ähnlich fragwürdig ist der Text mit dem Titel „Weil wir nicht anders können: Über das Schreiben“. Da geht es ihm zunächst um das Urheberrecht und die Frage, ob E-Book-Tauschbörsen legalisiert werden sollen. Dann aber bekennt er sein Unverständnis darüber, „warum Schriftsteller ihre Bücher selbst vermarkten sollen“. Das verführt ihn dazu, von seinem eigenen Weg in die Schriftstellerei zu berichten. Wie er zunächst des Nachts am Schreibtisch saß, weil er nicht schlafen konnte, und bei Zigaretten, Kaffee und dem fahlen Bildschirmlicht Geschichten aus seinem Anwaltsleben niederschrieb. Wie er dann sofort einen Verlag fand („Wir machen das Buch.“), sich mit der Lektorin an die Manuskript-Bearbeitung machte und nach Erscheinen des Buchs auf Lesereise ging. Für seine Termine im Ausland, das Buch war mittlerweile auch dorthin verkauft worden, sorgte sein Verlag. „Nichts davon hätte ich selbst machen können.“ Das ist wahrlich Jammern auf hohem Niveau – und das Erschreckende ist, dass von Schirach so naiv zu sein scheint, dass er von seiner Ausnahmerolle nicht ansatzweise etwas ahnt.

Nein, von Schirach erkennt für sich: „Ein Buch entsteht also nicht nebenbei. Der Vorschlag, Schriftsteller sollten sich selbst auch noch um die Verwertung kümmern, ist absurd. Sie sollen schreiben, ihre Bücher müssen andere verkaufen.“ Von Schirach verkennt hier aber, dass viele andere Autoren genau das nach dem Schreiben ihres Buches auch noch tun müssen. Von der Krimi-Bestseller-Autorin Nele Neuhaus ist etwa bekannt, dass sie ihr erstes Buch „Unter Haien“ im Selbstverlag herausgab und sich – natürlich – um Werbung und Vermarktung selbst kümmern musste. Auf ihrer Webseite beschreibt sie sehr eindrücklich den langen, steinigen Weg inklusive „Klinkenputzen bei Buchhändlern in der Umgebung, die Erstellung einer eigenen Webseite, Lesungen vor manchmal nur zwei oder drei Leuten, Kontakte zur Presse aufbauen“. Von Schirach hat das alles nie erfahren müssen. Erschreckend aber ist, dass sich sein Blick dafür nicht weitet, sondern unwissende Leser Glauben macht, sein Weg sei der übliche.

Die Essays der Sammlung „Die Würde ist antastbar“ sind erstaunlich aktuell geblieben, obwohl sie aus den Jahren 2010 bis 2013 stammen. Was sie außerdem auszeichnet, ist die typische Schreibart, die von Schirachs Texte auch bei juristischen Zusammenhängen lesbar hält: Kurze Hauptsätze, nüchtern und sachlich, aber weit davon entfernt, spröde zu wirken. Nach seinem missglückten zweiten Roman „Tabu“ zeigt dieser Essayband einmal mehr: Von Schirachs Können liegt in der Kürze. Das ist wahrhaft geistreicher Genuss!

Ferdinand von Schirach: Die Würde ist antastbar, Piper Verlag, München, 2014, 143 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen, 16,99 Euro, ISBN 978-3492056588

Welttag des Buches: Die Gewinner sind ausgelost

Foto: Christina Zimmermann
Foto: Christina Zimmermann
Auch in diesem Jahr hat die Auslosung arbeitsbedingt wieder etwas länger auf sich warten lassen. Aber nun ist es endlich vollbracht: Die Gewinner der Verlosung zum Welttag des Buches im Jahr 2015 sind gezogen und soeben per Mail benachrichtigt worden.

Sobald die Gewinner den Gewinn bestätigt und ihre Adresse mitgeteilt haben, gehen die Bücher in die Post. Unter diesem Artikel werden dann auch die Namen der Gewinner und das jeweilige gewonnene Buch veröffentlicht.

Seitengang bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern. Innerhalb einer Woche sind 54 Kommentare eingegangen. Bei elf Büchern war die Gewinnchance deshalb diesmal besonders hoch. Im vergangenen Jahr waren es 103 Kommentare bei ebenfalls elf Büchern. Die größere Resonanz im Jahr 2014 ist wohl damit zu erklären, dass mit „Das Mädchen, das den Himmel berührte“ von Luca Di Fulvio und „Baba Jaga“ von Tony Barlow zwei sehr beliebte Bücher verlost wurden.

Update:
Alle Gewinnerinnen (jep, diesmal ist tatsächlich kein Mann dabei!) haben sich gemeldet. Die Bücher gehen deshalb jetzt in die Post!

Gewonnen haben:
Michelle K. aus Bremen: Reinhard Kaiser-Mühleckers „Der lange Gang über die Stationen“
Nina E. aus Seelze: Michael Winterhoffs „Lasst Kinder wieder Kinder sein!“
Bettina L. aus Stuttgart: Elena Forbes „Teuflischer Pakt“
Laura T. aus Bliedersdorf: Guy de Maupassants „Bel Ami“
Jasmin J. aus Straelen: Philip Kerrs „Der Pakt“
Marina W. aus Dresden: Melisse J. Roses „Das Haus der verlorenen Düfte“
Susanne W. aus Berlin: Katharina Mahrenholtz‘ und Dawn Parisis „Theater!“
Sabine P. aus Berlin: Paul Nizons „Die Belagerung der Welt“
Karin R. aus Leverkusen: Clemens J. Setzs „Indigo“
Ute B. aus Sebnitz: Alan Bennetts „Die souveräne Leserin“
Katharina B. aus Paderborn: Feridun Zaimoglus „Ruß“

Seitengang wünscht allen Gewinnern viel Freude mit den Büchern!

Seitengang fährt nicht zur Leipziger Buchmesse 2015

DruckAm Donnerstag beginnt die Leipziger Buchmesse 2015. Aufgrund eines Trauerfalls in der Familie werde ich jedoch dieses Jahr nicht dabei sein. Deshalb kann ich selbstverständlich auch keine Berichte über die Buchmesse liefern. Wer Interesse daran hat, am Donnerstag ab 16 Uhr die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse zu verfolgen, dem empfehle ich das Streaming der Veranstaltung.

Die Jury unter der Leitung von Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels hat in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung jeweils fünf Autoren und Übersetzer nominiert. Insgesamt hatten sich 115 Verlage mit 405 Werken für den Preis beworben. Im Vorjahr waren es noch 136 Verlage mit 410 Titeln.

Zu den besonderen Höhepunkten der Leipziger Buchmesse in diesem Frühjahr zählen die Auftritte berühmter, deutschsprachiger Autoren wie Sibylle Berg, Michael Degen, Eva Menasse, Dietmar Dath, Zoë Beck, Clemens Meyer oder Herta Müller. Aber auch bekannte internationale Schriftsteller machen sich wieder auf den Weg nach Leipzig, um ihre neuen Bücher vorzustellen. Hierzu gehören Eoin Colfer, Péter Esterházy, Jussi Adler-Olsen und Amos Oz.

Allen Besuchern der Leipziger Buchmesse 2015 wünsche ich begeisternde Neuentdeckungen, interessante Begegnungen und erlebnisreiche Stunden und Tage. Im November berichtet Seitengang dann wieder von der Internationalen Buchmesse in Wien. Und im Jahr 2016 ist Seitengang selbstverständlich auch wieder in Leipzig zugegen.